Das Studentendorf Aachen

Wir sind das Dorf – Studentendorf Aachen Bewohner – Studentenwohnheim in Aachen - Dorffoto 2014 – by Julian Schiemann

Das Studentendorf Aachen ist eine idyllische Wohngemeinschaft auf dem Aachener Königshügel. Das Sportzentrum der RWTH ist direkt vor der Tür, der Westbahnhof ist ähnlich wie der Westpark in wenigen Gehminuten zu erreichen. Durch die zentrale Lage, sind Innenstadt und Uni auch nur einen kleinen Spaziergang entfernt.

Wir sind eine große Gemeinschaft die gern und viel miteinander unternimmt. Wir schwitzen zusammen bei einem der zahlreichen Sportangebote, tanzen und feiern nicht nur auf dem großen Sommerfest, sondern auch in unseren Bars und in Aachens Nachtclubs. In der Gemeinschaftsküche stellen wir unsere Kochkünste auf die Probe, oder Grillen mit Freunden das beste Steak auf dem Dorfgrill.

Wie es entstanden ist: Die Geschichte des Dorfes

Für die meisten Studenten wurde das Studium in den Nachkriegsjahren zu einem dornenvollen Weg. Unter anderem war als Folge des Krieges Wohnraum in Aachen knapp, die Zahl der Studierenden stieg damals von 2000 auf 6000. Viele waren gezwungen, mit ihrer Wohnung in die ländliche Umgebung auszuweichen.

Grundstein Urkunde Gründungsurkunde Studentendorf AachenAus dieser Situation heraus entschloss sich die Technische Hochschule dazu, selbst Abhilfe zu leisten: sie plante den Bau eines „Studentendorfes“. Es sollte eine gute und preiswerte Unterkunft geschaffen werden. Ferner sollte das Dorf von den Studenten selbst verwaltet werden, das war eine Vorgabe des Marschall-Plans. Es galt von Anbeginn, das Gemeinschaftsleben zu fördern, die Gefahr der Isolation des Einzelnen zu bannen und ausländische Studenten stärker zu integrieren. In diesem Sinne sollten die Zimmer nur mit dem Notwendigen ausgestattet werden. Sie sollten überschaubar in Etagen und Häuser zusammengefasst werden, und so Gelegenheit zur Begegnung und zum Sich kennen lernen geben.

Die Frage der Finanzierung blieb jedoch zunächst offen. Unter anderem stiftete die Stadt Aachen den Bauplatz am Königshügel, der amerikanische Hohe Kommissar übergab am 30. Oktober 1950 der Technischen Hochschule zusammen mit einer Stiftungsurkunde einen Scheck in Höhe von 400.000 Mark. Im Herbst 1951 konnte endlich mit dem Bau begonnen werden.

Im Frühjahr 1953 waren drei Häuser fertig gestellt, gebaut wurde noch an Haus 4 und am Festsaal. 137 Studenten konnten in das Dorf einziehen: In das Obergeschoss des Gemeinschaftshauses die in der Minderheit befindlichen Studentinnen, in die anderen Häuser die Studenten, wobei in den großen Zimmern zwei Ersteinzügler zusammen wohnten. Die Miete betrug immerhin stolze 23 Mark pro Monat, zuzüglich 8 Mark pauschal für Wasser, Strom, Heizung, Gas und Bettwäsche.

Gemäß der Präambel der Dorfsatzung war und ist jeder Bewohner des Dorfes verpflichtet, sich zum Nutzen aller einzusetzen und aktiv mitzuarbeiten – eine Auffassung, die dieses Wohnheim so besonders macht und es von den später vom Studentenwerk erbauten Studentenhotels unterscheidet.

Formal haben sich im Laufe der Zeit einige Sachen bezüglich der Selbstverwaltung geändert, zum Beispiel verzichtete man auf das Konzept der betreuenden Assistenten oder Dozenten. An der eigentlichen Idee der Selbstverwaltung halten glücklicherweise bis heute alle fest auch, wenn inzwischen ein Verein gegründet wurde. Aus der damals kleinen Dorflinde ist ein großer Baum geworden, Herr und Frau Schwarzbach, das ehemalige Hausmeisterehepaar im Ruhestand, und das Dorf ein Denkmal. Trotz allem ist unser Dorf immer noch eines: Ein Plätzchen an der Hochschule, das zeigt, dass studieren und wohnen verdammt viel Spaß machen kann!

by Julian SchiemannSelbstverwaltung

Das Dorf ist selbstverwaltend. Das heißt, wir Bewohner übernehmen sämtliche Ämter, die ein geregeltes und reibungsloses Zusammenleben erfordern oder verbessern. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ein jeder Bewohner sich in der Dorfgemeinschaft engagiert. Mit dem Leisten dieser Ämter nehmen wir dem Studentenwerk einiges an Arbeit ab, für das die Dorfgemeinschaft regelmäßig bezuschusst wird.

Verein

Um den Anforderungen der heutigen Welt gerecht zu werden, wurde 2008 per Abstimmung beschlossen einen Studentendorf e.V. zu gründen. So sind wir nun in der Lage als Verein Verträge abzuschließen; etwa eine Wasserversicherung die die Waschmaschinen. Im Fall der Fälle steht nun die Vereinskasse für finanzielle Schäden gerade, und kein einzelner Dorfbewohner mehr. Mehr Infos über den Verein findest du in der Vereinssatzung des Studentendorf Aachen e.V.. Neben dem Verein existiert auch der Förderverein des Studentendorf Aachen.

Wer noch mehr übers Studentendorf Aachen wissen möchte, stöbert am besten auf den Haus- & Barseiten, ließt etwas über das Leben im Dorf, oder schaut sich mal das Dorflexikon an.

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